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Kardiologische Privatpraxis Neu- Isenburg
Neuhöfer Strasse 66
63263 Neu-Isenburg

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Wichtige kardiologische Leistungen verständlich erklärt

Herzultraschall (Echokardiographie)

Beim Ultraschall des Herzens sieht der Arzt dem Herz direkt beim Schlagen zu. Der Blutfluss kann dabei mittels spezieller Verfahren (Doppler) z.B. farblich dargestellt werden. Beurteilt werden u.a. die Größe der Herzkammern und -wände, die Herzleistung (z.B. Ejektionsfraktion und diastolische Funktion) sowie die Funktion der Herzklappen. Zusätzlich werden die großen Gefäße (z.B. Körperhauptschlagader und Hohlvenen) dargestellt. Feststellbare Erkrankungen sind: Durchblutungsstörung/Herzinfarkt, Herzerweiterung oder Herzschwäche, Herzmuskelverdickung (z.B. durch Bluthochdruck), angeborene Herzfehler, Herzklappenundichtigkeiten oder – verengungen, Erweiterungen (Aneurysmen) der großen Gefäße. Modernste Verfahren können die Gewebebeweglichkeit punktgenau erfassen (Tissue/Gewebedoppler, Strain) und so die Herzleistung noch genauer und früher erfassen.

Gefäßultraschall (Doppler/Duplex Ultraschall)

Mittels des Gefäßultraschalls werden die Blutgefäße des Körpers dargestellt. Dabei werden z.B. die Größe, die Wandbeschaffenheit und der Blutfluss gemessen. Hierzu stehen in der Praxis hochmoderne Gefäßultraschall Methoden zur Verfügung. Sowohl Schlagadern (Arterien) wie auch Venen werden dargestellt, Blutgerinnsel oder Ablagerungen werden erfasst.

Körperhauptschlagader (Aorta)

Eine weitere Anwendung des Gefäßultraschalls ist die Darstellung der Körperhauptschlagader . im Bereich des Brustkorbes und des Bauchs. Gefürchtet ist die starke Aussackung oder Einriss der Wand (Aneurysma). Hier besteht je nach Ausmaß die Gefahr einer lebensbedrohlichen Ruptur oder des Abschwimmens von Blutgerinnseln (Thrombebombolie).

Halsschlagader (Arteria Carotis)

Eine wichtige Anwendung ist die Darstellung der Halsschlagader, die das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Bestehen hier Ablagerungen (Arteriosklerose), sind diese als Hinweis für eine allgemeine Gefäßerkrakung zu werten. Engstellen sind ein Hinweis auf einen drohenden Schlaganfall.

Arterien der Extremitäten

Um schon in einem frühen Stadium Durchblutungsstörungen der Extremitäten (z.B. periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK, sog. „Schaufensterkrankheit“) nachweisen zu können, bieten wir unseren Patienten diese Form des Gefäßultraschalls an. Hier werden die Engstellen direkt dargestellt und der Schweregrad genau ausgemessen. Zusätzlich wird eine ABI /Pulswellenmessung durchgeführt (Knöchel- Arm- Index), welche eine mögliche Durchblutung sehr genau quantifiziert. Die Diagnose einer Durchblutungsstörung im Frühstadium erlaubt eine rechtzeitige und gezielte Therapie durch Veränderung des Lebensstils, einer besseren Blutdruck-/ Blutzuckereinstellung und einer Optimierung des Fettstoffwechsels.

Venen der Extremitäten

Bei Arm-/Beinschwellungen wird mittels der sog. Kompressionssonographie ein Blutgerinnsel der Venen (Thrombose) ausgeschlossen. Bei Nachweis eines Blutgerinnsels kann durch eine rasche Therapie mittels Kompression und Blutverdünnung eine lebensbedrohliche Lungenembolie verhindert werden.

Kontrolle von Herzschrittmachern/ Debribrillatoren und Ereignisrecordern

Die sogenannten Rhythmusimplantate (Herzschrittmacher/Defibrillatoren/Ereignisrecorder) sind hochmoderne technische Geräte, die – wie jedes technische Gerät- in einem festgelegten Intervall der Kontrolle bedürfen, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Die üblichen Intervalle betragen dabei 6-12 Monate bei Herzschrittmachern (Funktion: u.a. gegen zu langsamen Herzschlag), 3-6 Monate bei implantierten Cardioverter/Defibrillatoren (ICD, Defi, Funktion: u.a. Behandlung von zu langsamen Herzschlag und des plötzlichen Herztodes), 1- 6 Monate bei Ereignisrecordern (Gerät zur Aufzeichnung von Herzrhythmusstörungen). Das genaue Intervall wird individuell festgelegt. Überprüft werden u.a. die Batterie, die Funktion der Sonden, die Einstellungen zur Therapie und die abgespeicherten Therapieabgaben des Gerätes. Unabhängig von den oben genannten Routine- Kontrollintervallen sollte eine Kontrolle jederzeit bei Beschwerden (z.B. Schwindel/Ohnmacht, Herzrasen, Schockabgabe) erfolgen. Die Kontrolle erfolgt dabei ohne Belastung für den Körper entweder durch Auflegen eines Programmiergerätes oder mittels einer Funkverbindung. Dies kann z.T. auch von zuhause aus erfolgen (Homemonitoring, s.dort)

Telemedizin/Homemonitoring

Seit Neuestem ist bei bestimmten Geräten (z.B. Herzschrittmachern/Defibrillatoren/Ereignisrecordern) eine Kontrolle von zuhause aus möglich, ohne daß Sie in der Praxis erscheinen müssen (Telemetrie, Homemonitoring). Der Vorteil des Homemonitorings wurde in großen Studien z.B. für Patienten mit Herzschwäche bewiesen. Dabei erfolgt die Übertragung auf elektronischem Weg z.B. über das Mobilfunknetz in die Praxis. Dies ermöglicht eine noch genauere und schnellere Diagnose und ggf. Änderung der Therapie und ist für Sie als Patient sehr komfortabel. Derzeit sind neben den etablierten Anwendungen (s.o.) noch weitere Geräte in Erprobung, z.B. zur Messung des Lungendruckes. Die Telemedizin wird künftig eine immer größere Rolle spielen und wird daher auch durch den Gesetzgeber (Stichwort „E- Health Gesetz“) vorangetrieben.

Implantation von Ereignisrecordern/ Implantierbarem Herzmonitor

Zur Diagnose von Herzrhythmusstörungen, die mittels konventioneller Methoden (z.B. EKG, Langzeit EKG) nicht erfasst werden können- z.B. weil sie nur selten und anfallsweise auftreten- bieten wir die Implantation von miniaturisierten Herzmonotoren oder Ereignisrecordern an. Der ambulante Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung. Dabei wird ein kleines und wenige Gramm leichtes Gerät ohne Verwendung zusätzlicher Elektroden unter die Haut implantiert. Der nötige Hautschnitt ist meist weniger als einen Zentimeter breit.

Das Gerät zeichnet bis zu 36 Monate den Herzrhythmus auf, so dass eine Speicherung von Rhythmusstörungen und damit eine Diagnose möglich wird, um eine entsprechende Therapie einzuleiten. Die Abfrage des Speichers erfolgt anschließend durch die Haut mittels Funk. Sofern erwünscht kann das Implantat über eine Sende- und Empfangseinheit Ihre EKG Daten automatisch über eine sichere drahtlose Verbindung (ähnlich dem Mobilfunknetz) direkt an unsere Praxis versenden. Zu den wichtigsten Anwendung des implantierbaren Herzmonitors zählen die Ursachenklärung von unklaren („cryptogenen“) Schlaganfällen, von Ohnmachtsanfällen oder anhaltendem Schwindel, von Herzrasen/ und –stolpern, sowie die Risikoabschätzung für den sogenannten Sekundenherztod.